Die fortlaufende Hochtechnisierung unserer Produktionsprozesse und die sich beständig ausweitende Vielfalt der unterschiedlichsten Produktpaletten verlangt nach extrem präzisen Produktionskomponenten wie auch qualitativ hochwertiger Ware. Diesem Anspruch müssen Frästeile gerecht werden können, sowohl auf der einen wie auf der anderen Seite.
Frästeile finden Einsatz in den verschiedensten industriellen und wissenschaftlichen Bereichen, vom 100 kg Großteil bis zum hochpräzisen Mikroteil. Frästeile begegnen uns im Alltag z.B. als Gehäuse, Winkel oder Haken, als Frontplatte oder Typenschild und nicht zuletzt als individuelles Schmuckstück. Dass Frästeile im Werkzeugbau, in der Holzverarbeitung, beim Anlagen- und Karosseriebau eingesetzt werden kann sich jeder Heimwerker vorstellen. Frästeile finden aber auch Anwendung in Bereichen, die uns nicht unbedingt bewusst sind: Frästeile in der Chirurgie, Frästeile auch in der Labortechnik oder als Elektroden und Mikro-Sonden in der Astrophysik. Abnehmer für Frästeile sind Bereiche wie Optik, Analytik, Uhrenindustrie bzw. -handwerk, Druckindustrie, Nanotechnologie, Micro-Systemtechnik, Feinmechanik, Luft- und Raumfahrt, Faserchemie, Medizin, Dentaltechnik, Elektronik, und viele mehr.
Vom Juwelier an der Ecke, um nicht vom Zahnarzt zu reden, bis zur Großindustrie, am Einsatz von Frästeilen führt inzwischen kein Weg mehr vorbei. Was auch klarmacht, dass Frästeile aus unterschiedlichsten Materialien hergestellt werden müssen und können. Um nur einige, wesentliche zu nennen: Messing, Silber, Kupfer, Wolframkupfer, Aluminium, Gold, Titan, rostfreie Stähle, Werkzeugstähle (auch gehärtet), Acryl, Holz, Kunststoffe, Guss- und Schichtstoffe.Daraus ergibt sich zwangsläufig eine kontinuierliche Fortentwicklung der Produktionsmethoden, - mittel und Schneidstoffe sowie immer neue, umfassendere Serviceangebote für den Kunden bei der Herstellung von Prototypen nach individueller Zeichnung, über Kleinserien bis hin zu Großauflagen.
Das sogenannte konventionelle, heißt manuell oder mechanisch gesteuerte Fräsen zur Anfertigung von Frästeilen ist längst auf dem Rückzug in kleine oder mittelständische handwerkliche Betriebe. In der Holz- und Kunststoffbearbeitungen z.B. werden noch die im Handwerk üblichen Handfräsmaschinen (z.B. Oberfräse, Nutfräse) und die stationären Fräsmaschinen (Tischfräse, Kettenfräse) zu finden sein. Einen unaufhaltsamen Aufstieg hingegen nimmt die CNC-Frästechnik, CNC = Computer Numerical Control also computer-numerisch gesteuerte Technik, die unter anderem auch die Produktion von Frästeilen mit hochkomplizierten 3D-Konturen ermöglicht. Hochtechnische Maschinen mit 4, inzwischen sogar 5 - 8 Achsen und weiter Spannbreite in den Drehzahlen bieten den Herstellern die Fertigung extrem komplexer Produkte. Damit ist die Welt der Frästeile schier grenzenlos.
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