Als universelle Ladehilfsmittel finden die Europoolpaletten, kurz Europaletten genannt, schon seit Jahrzehnten im Transportwesen Verwendung. Sie sind flache, aus Brettern zusammen genagelte Konstruktionen, die Aussparungen an allen vier Seiten besitzen. Ihre Ursprünge liegen im Bahngüterverkehr und entsprechend wurden Europaletten auch durch den Internationalen Eisenbahnverband (UIC) hinsichtlich ihrer Abmessungen von 800 x 1200 mm genormt. Die Europaletten sind – wie der Name schon sagt – europäischen Ursprungs.
Europaletten lassen sich vielseitig auf Transportfahrzeuge verladen. Aufgrund der genormten Maße können stets zwei quer oder drei längs geladen werden. Im nationalen und internationalen Containerverkehr werden die Ladungsträger hingegen nicht verwendet. Der Grund ist der, dass der Container ein gemäß amerikanischer Maßeinheiten (ISO) genormter Transportbehälter ist und seine Staumenge sich beim Einsatz von Europaletten nicht optimal nutzen lässt. Trotz des Mankos der schlechten Raumausnutzung im Containerverkehr finden sich Europaletten jedoch ansonsten überall im Transportsektor. Sie lassen sich leicht mit Flurfördergeräten wie Gabelstaplern und Hubwagen von allen vier Seiten aufnehmen und bewegen. Entwickelt wurde sie einst für den Transport und Lagerung stapelbarer Güter. Stabilität bei der Beladung erzielt man durch versetztes, schichtweises Stapeln von Packstücken. Um diese gegen Herabfallen zu sichern, umschweißt man Europaletten nach der Beladung oft zusätzlich mit einer Folie. Um die Palette optimal zu beladen, verteilt man das Ladungsgut gleichmäßig und nutzt dabei die komplette Ladungsfläche aus. Mit dieser Technik lässt sich das Maximum an Gewichtsauslastung bei Europaletten erreichen, das bei 2000 kg Nennlast liegt. Europaletten können außerdem gestapelt werden.
Die maximale zusätzliche Auflast für die unterste Palette beträgt dabei 4000 kg. Die Einhaltung der Qualitätsstandards der Ladehilfsmittel werden von der EPAL (European Palette Organization) ständig kontrolliert. Dies ist wichtig, da es sich bei den Europaletten um tausch- und mehrwegfähige Ladungsträger handelt. Sie lassen sich im Umlaufverfahren immer wieder verwenden. Im Falle von Beschädigungen werden Europaletten von autorisierten Fachbetrieben repariert und in den Transportkreislauf zurückgeführt. Denn schließlich soll die Palette nicht unter der Last des Transportgutes zusammenbrechen. An den Eckklötzen der Europaletten befinden sich das Kennzeichen des Europäischen Palettenpools EUR, die Kennzeichnung EPAL, das Kürzel der nationalen Bahngesellschaft des Herkunftslandes sowie der Herstellercode.
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