Sollen größere Mengen von Gefäßen oder Behältern mit einem bestimmten Produkt befüllt werden, ist der Einsatz von Abfüllmaschinen produktiv und rentabel. Unabhängig von der Konsistenz des Füllgutes, ob wässrig, zähflüssig oder fest, sind die voll- oder halbautomatisch funktionierenden Maschinen in der Lage, Gefäße unterschiedlicher Größe und verschiedenen Materials zu befüllen.
Überwiegend sind Abfüllmaschinen Teil einer kompletten Fülllinie, zu der die Gefäßzuführung, die Abfüllmaschine selbst, die Schließvorrichtung, ein Etikettierer und evtl. ein automatischer Einpacker gehören. Dazu kommen die Transportanlagen zwischen den Stationen sowie teilweise auch eine Waschanlage für Mehrweggefäße.
Vollautomatischen Abfüllmaschinen werden die zu befüllenden Gefäße auf dem Förderweg zugeführt. Haben sie die Füllposition erreicht, senkt sich die Füllanlage automatisch ab, entlässt eine bestimmte, zuvor programmierte Produktmenge in die Behälter und gibt diese zum Weitertransport frei. Bei dieser Art von Abfüllmaschinen können mehrere Behältnisse gleichzeitg befüllt werden. Die Inhaltsstoffe und der Zustand des Füllgutes, die Beschaffenheit der Gefäße sowie die zu erreichende Füllhöhe entscheiden über die Füllgeschwindigkeit, also ob der Füllvorgang unter Druck erfolgen und wie hoch dieser sein kann.
Eine spezielle Dosiervorrichtung einer solchen Abfüllmaschine ist nicht nur in der Lage, eine festgelgte Füllhöhe zu erkennen, sondern auch Füllgut abzuzählen, wie es z. B. beim Füllen von Tablettengläschen oder -fläschchen in der Pharmaindustrie erforderlich ist. Aber auch halbautomatische Abfüllmaschinen, die evtl. in kleineren Produktionsbetrieben ihren Zweck erfüllen, stellen eine Arbeitserleichterung dar. Hierbei sind, je nach Maschinentyp, einzelne Schritte manuell zu verrichten, dies kann die Bereitstellung und Entnahme der Gefäße betreffen oder z. B. auch das Öffnen und Schließen der Füllvorrichtung.
Wie viele Behälter von Abfüllmaschinen in einem Arbeitsgang befüllt werden, hängt u. a. von der Größe des Behältnisses ab, denn sollen vielleicht Fässer befüllt werden, die ein Fassungsvermögen von 300 l oder mehr haben, würde die Abfüllmaschine eine ungeheure Größe erreichen und entsprechenden Raum benötigen. Zum anderen ist aber auch die erforderliche Bereitstellungsmenge des Produkts entscheidend, denn für Waren mit geringer Nachfrage würde sich eine Mehrfach-Abfüllanlage nicht amortisieren.
Unabhängig, um welches Produkt es sich handelt, ob es für den privaten oder gewerblichen Verbrauch vorgesehen ist - von Arzneien bis zur Zahnpasta, ob Getränke mit oder ohne Kohlensäure, Konserven, Farben oder Zement - fast alles, was vom Handel in einem vorgefertigten Behältnis zum Kauf angeboten wird, passierte zuvor eine Abfüllmaschine.
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